Die Stabian-Expedition ist ein einzigartiges Projekt der Eremitage, der ersten russischen archäologischen Expedition in Westeuropa. Seit 2010 führt sie im italienischen Castellammare di Stabia Forschungen an der Stätte der berühmten Villa Ariadne durch – einer der luxuriösen römischen Küstenvillen, die beim verheerenden Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter Asche begraben wurden.
Historischer Zusammenhang
In der Antike war Stabiae keine Stadt im herkömmlichen Sinne, sondern ein elitäres Viertel – eine Art „römisches Rubljowka“. Hier, auf einem Hochplateau mit Blick auf das Meer und die Mineralquellen, errichteten Aristokraten die Villa Maritima – geräumige Landsitze mit Gärten, Bädern, Mosaikböden und Fresken. Die Ariadne-Villa ist eine der größten und berühmtesten.
Nach dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr., der Pompeji und Herculaneum zerstörte, wurde Stabiae unter einer dicken Schicht aus Asche und Vulkangestein begraben. Die ersten Ausgrabungen wurden hier im 18. Jahrhundert im Auftrag von König Karl VII. von Neapel durchgeführt. Zahlreiche Fresken, Mosaike und Haushaltsgegenstände wurden entdeckt und in die königlichen Sammlungen überführt. Die systematische Erforschung wurde jedoch eingestellt und erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Arbeiten dank des Enthusiasmus von Libero d'Orsi wieder aufgenommen.
Moderne Forschung
Die Stabiae-Expedition der Eremitage unter der Leitung von Alexander Michailowitsch Butjagin arbeitet eng mit der Archäologischen Oberaufsicht von Pompeji und der Stabiae-Restaurierungsstiftung zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Badekomplexes der Villa: Tepidarium, Frigidarium, Laconicum, Sommertriclinium, überdachter Hof mit Garten, Wirtschafts- und Zeremonienkorridore, Cubiculum mit Nischen und ein Teil des großen Peristyls.
Archäologen entdeckten wunderschön erhaltene Fresken an bis zu 3,5 Meter hohen Wänden, Mosaikböden, Tausende von bemalten Putzfragmenten, geprägte Dachziegel und Hunderte von eingeritzten Graffiti mit Schiffen, Menschen und Symbolen. Diese Funde ermöglichen ein tieferes Verständnis des Alltagslebens des römischen Adels und seines Gefolges.
Die Bedeutung der Expedition
Die Stabian-Expedition ist nicht nur ein Beitrag zur Erforschung antiker Kunst und Architektur, sondern auch ein Beispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit. Sie trägt dazu bei, das Aussehen römischer Villen zu rekonstruieren, Details des Alltagslebens und kultureller Traditionen zu klären und einzigartige Denkmäler für zukünftige Generationen zu bewahren.
Heute ist die Villa Ariadne ein staatliches Museum und die Arbeit der Expedition geht weiter und enthüllt neue Seiten in der Geschichte von Stabiae und seinen Bewohnern.
Expeditionsleiter: A.M. Butyagin
Aktueller Arbeitsort: Castellammare di Stabia (Italien)
Die Stabian-Expedition ist ein einzigartiges Projekt der Eremitage, der ersten russischen archäologischen Expedition in Westeuropa. Seit 2010 führt sie im italienischen Castellammare di Stabia Forschungen an der Stätte der berühmten Villa Ariadne durch – einer der luxuriösen römischen Küstenvillen, die beim verheerenden Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter Asche begraben wurden.
Historischer Zusammenhang
In der Antike war Stabiae keine Stadt im herkömmlichen Sinne, sondern ein elitäres Viertel – eine Art „römisches Rubljowka“. Hier, auf einem Hochplateau mit Blick auf das Meer und die Mineralquellen, errichteten Aristokraten die Villa Maritima – geräumige Landsitze mit Gärten, Bädern, Mosaikböden und Fresken. Die Ariadne-Villa ist eine der größten und berühmtesten.
Nach dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr., der Pompeji und Herculaneum zerstörte, wurde Stabiae unter einer dicken Schicht aus Asche und Vulkangestein begraben. Die ersten Ausgrabungen wurden hier im 18. Jahrhundert im Auftrag von König Karl VII. von Neapel durchgeführt. Zahlreiche Fresken, Mosaike und Haushaltsgegenstände wurden entdeckt und in die königlichen Sammlungen überführt. Die systematische Erforschung wurde jedoch eingestellt und erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Arbeiten dank des Enthusiasmus von Libero d'Orsi wieder aufgenommen.
Moderne Forschung
Die Stabiae-Expedition der Eremitage unter der Leitung von Alexander Michailowitsch Butjagin arbeitet eng mit der Archäologischen Oberaufsicht von Pompeji und der Stabiae-Restaurierungsstiftung zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des Badekomplexes der Villa: Tepidarium, Frigidarium, Laconicum, Sommertriclinium, überdachter Hof mit Garten, Wirtschafts- und Zeremonienkorridore, Cubiculum mit Nischen und ein Teil des großen Peristyls.
Archäologen entdeckten wunderschön erhaltene Fresken an bis zu 3,5 Meter hohen Wänden, Mosaikböden, Tausende von bemalten Putzfragmenten, geprägte Dachziegel und Hunderte von eingeritzten Graffiti mit Schiffen, Menschen und Symbolen. Diese Funde ermöglichen ein tieferes Verständnis des Alltagslebens des römischen Adels und seines Gefolges.
Die Bedeutung der Expedition
Die Stabian-Expedition ist nicht nur ein Beitrag zur Erforschung antiker Kunst und Architektur, sondern auch ein Beispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit. Sie trägt dazu bei, das Aussehen römischer Villen zu rekonstruieren, Details des Alltagslebens und kultureller Traditionen zu klären und einzigartige Denkmäler für zukünftige Generationen zu bewahren.
Heute ist die Villa Ariadne ein staatliches Museum und die Arbeit der Expedition geht weiter und enthüllt neue Seiten in der Geschichte von Stabiae und seinen Bewohnern.
Expeditionsleiter: A.M. Butyagin
Aktueller Arbeitsort: Castellammare di Stabia (Italien)

